Information statt Propaganda
Die medienhilfe
Der Krieg in Bosnien und Kroatien begann als Krieg der Medien. Jahre, bevor der erste
Schuss fiel, haben die staatlichen Fernsehstationen, Radiosender und Zeitungen den Krieg
propagandistisch vorbereitet. Mit nationalistischer Berichterstattung haben sie Hass und
Krieg gesät. Trotzdem haben einige unabhängige Medien überlebt. Mutige Journalistinnen
und Journalisten leisten täglich Widerstand gegen Kriegshetze und Nationalismus. Sie
fordern den offenen Dialog und setzen sich für ein friedliches Zusammenleben ein. Ihre
Arbeit verrichten sie unter schwierigen Bedingungen - manchmal unter Lebensgefahr.
Restriktive Gesetze und Zensurmassnahmen bedrohen die Arbeit. Maschinen der unabhängigen
Medien werden gestohlen, Zeitschriften verbrannt, Teile der Auflagen verschwinden.
Unabhängige Medienschaffende werden als Landesverräter gebrandmarkt, bedroht oder an die
Front geschickt. Papier ist kaum vorhanden oder nur über staatliche Kanäle zu
übersetzten Preisen zu beziehen, die Druckmaschinen befinden sich im Besitz der
Regierungen, die finanziellen Mittel sind unzureichend. Einzige Alternative ist schnelle
und gezielte Unterstützung von aussen.
Wer sind wir?
Journalistinnen und Journalisten sowie weitere Interessierte haben im
Dezember 1992 die
medienhilfe als Verein "Medienhilfe Ex-Jugoslawien" gegründet.
Seit Ende 2001 ist der Verein im Handelsregister unter dem Namen
medienhilfe als gemeinnützige
Institution registriert und damit steuerbefreit (siehe auch "Das Team der
medienhilfe").
Ziele
Versöhnung und Verständigung kann es in den Ländern des ehemaligen Jugoslawien nur geben, wenn die Menschen
freien Zugang zu Informationen aus den Kriegsgebieten und über die Friedensverhandlungen
erhalten. Vereinzelten Medien ist es gelungen, ihre Unabhängigkeit zu bewahren. Ihre
Hauptaufgabe sehen sie in einer sachlichen und engagierten Berichterstattung. Nur so haben
friedenspolitisch aktive Bürgerinnen und Bürger eine Chance, ihre Anliegen in die
Öffentlichkeit zu tragen und untereinander in Kontakt zu kommen. Die
medienhilfe unterstützt Medienprojekte in allen Teilen des ehemaligen Jugoslawiens,
die sich diesen Zielen verschrieben haben. Auch ein Anliegen ist es, die Berichterstattung
der hiesigen Medien zu hinterfragen. Mehr über einzelne Projekte auf der speziellen
Seite und in unserem "Mission statement".
Welche Unterstützung?
Nicht nur finanzielle, sondern auch materielle Unterstützung ist von grossem Nutzen -
von Computer, Laptop über Tonbandgeräte und Mikrophone bis hin zu aktuellen CDs haben
wir Sachspenden weiterleiten können. Ebenso wichtig ist die ideelle Unterstützung.
Gerade der kontinuierliche Austausch von Informationen und Meinungen zwischen Mitgliedern
der
medienhilfe und den Journalistinnen und Journalisten in der Region des
ehemaligen Jugoslawien gibt den
Medienschaffenden, wie sie selbst immer wieder betonen, die Gewissheit, von der Welt nicht
vergessen worden zu sein.
medienhilfe, Quellenstrasse 25, Postfach, CH-8031 Zürich.
Telephon +41--272 46 37; Fax +41-1-272 46 82
Email: info@medienhilfe.ch
Spenden
Die unabhängigen Medien brauchen Ihre Unterstützung. Spenden ist ganz einfach!
Postcheckkonto: 80-32253-9, medienhilfe, Postfach, CH-8031 Zürich
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Hintergrundinformationen
zur medienhilfe
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