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Medienhilfe-Info 2002-3, Seite 3: MazedonienRückblick und AusblickDie Medienhilfe ist seit Ausbruch der Krise im Frühjahr 2001 in Mazedonien aktiv. Inzwischen konnte die Nothilfe in eine längerfristige Programmarbeit überführt werden.Von April 2001 bis März 2002 konnte die Medienhilfe in Zusammenarbeit mit dem Bund (DEZA/AZO und EDA/PA IV) sowie der US-amerikanischen Stiftung National Endowment for Democracy NED das Projekt ‘Nothilfeprogramm Medien für Mazedonien’ durchführen. Wir haben mitgeholfen, Betriebskosten von neun ausgewählten Radio und Fernsehstationen zu decken. Claude Nicolet war als Mitarbeiter der Medienhilfe in Mazedonien verantwortlich für die Durchführung des Massnahmenpaketes innerhalb des International Media Fund IMF. Unterstützt wurden Stationen, die sich auszeichnen durch ihre:
Unsere Projektpartner haben dank der Unterstützung die Krisenmonate überlebt. Die Stationen wurden gestärkt, indem sie regelmässig faire Löhne an die Belegschaft ausbezahlen konnten. Dies wurde mit grosser Loyalität der MitarbeiterInnen zur Station belohnt. Eine schwächende Fluktuation der Belegschaft konnte verhindert werden. Andererseits hat die Unterstützung die Marktposition dieser Medien gegenüber anderen Stationen gestärkt, da sie sich mehr auf gute Produktionen als auf blosses Überleben konzentrieren und damit in der Publikumsgunst an Terrain gewinnen konnten. Während in der Wirtschaft noch wenige Anzeichen von Erholung sichtbar sind, haben die meisten Projektpartner ihr Eigeneinkommen in den letzten Monaten steigern können. Aufgrund dieser Resultate kann das Nothilfeprogramm Medien in Mazedonien äusserst positiv bewertet werden. Es hat parallel zur politischen Entspannung und den allmählich greifenden vertrauensbildenden Massnahmen einen wichtigen Beitrag zur Stabilisierung geleistet. Zukunftsweisende ProgrammeAngesichts der verbesserten finanziellen Lage unserer Projektpartner wurde beschlossen, die Unterstützung ab Frühling 2002 allmählich von Krisenbeistand hin zu projektspezifischer Unterstützung und längerfristiger Entwicklung auszurichten. Das Jahresprogramm 2002 der Medienhilfe umfasst vier Komponenten:
Dabei bilden Projekte mit friedensfördernder und vertrauensbildender Ausrichtung einen Schwerpunkt. Als Beispiel ist das Projekt ‘Villages’ von TV ART zu nennen, das in einer Dokumentarserie das Leben in einem Dutzend mazedonischer und albanischer Dörfer rund um Tetovo porträtiert. Hier wurde während mehrerer Monate gekämpft. Beispiele für grenz- und sprachübergreifende Kooperation sind etwa der Aufbau eines Fernseh-Netzwerkes mit Beteiligung von albanisch-, mazedonisch- und romanes-sprachigen Stationen oder das Projekt ‘Differences Bind Us Together’ von TV Tera in Bitola, das Gemeinschaftsproduktionen mit einer albanischen und einer griechischen Fernsehstation über Minderheiten und Volksbräuche im Länderdreieck Mazedonien, Albanien und Griechenland vorsieht. Die zur Durchführung dieses Programms benötigten Mittel konnten dank Zusagen der Politischen Abteilung IV/EDA, des Deutschen Amts für Auswärtige Angelegenheiten und von NED sichergestellt werden. Mit neuer Kraft vorausAuf den 1. Juli hat Tanja Popovic die Nachfolge von Claude Nicolet angetreten, der Mitte Mai nach Ablauf seines Mandates Mazedonien verlassen hat, der Medienhilfe aber weiterhin als Präsident verbunden bleibt. Ihm sei an dieser Stelle für seinen Einsatz in Mazedonien gedankt. Tanja Popovic hat letztes Jahr ihr Studium in Basel abgeschlossen. Studienschwerpunkte waren Osteuropäische Geschichte, Europäische Ethnologie sowie Kommunikations- und Medienwissenschaften. Im Rahmen ihres Studiums hat sie sich intensiv mit Osteuropa auseinandergesetzt und zahlreiche Studienreisen in dieses Gebiet unternommen. Zudem ist sie durch einen Elternteil in der Region verwurzelt. Dank ihrer Kenntnisse und bisherigen Erfahrungen sowie ihrer Zweisprachigkeit hat sich Frau Popovic schnell in ihr neues Aufgabengebiet eingearbeitet. Von ihrem Arbeitsort Skopje aus betreut sie das Medienhilfe-Programm in Mazedonien und Kosov@ und wirkt vor Ort als Koordinatorin des International Media Funds. Mehr von ihrer Arbeit im nächsten mhinfo. source: Medienhilfe
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