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Medienhilfe-Info 2002-2: Seite 2Zehn Jahre Medienhilfe Ex-JugoslawienJubiläumsveranstaltung in Zürich und BernZu ihrem zehnjährigen Geburtstag schenkte die Medienhilfe Ex-Jugoslawien sich und der Öffentlichkeit eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel “Zwischen Kriegshetze und Friedensförderung: Medienarbeit im ehemaligen Jugoslawien heute”. Die Veranstaltungen fanden am 8. und 9. April in Zürich und Bern statt. Dazu eingeladen waren Veran Matic, Mitbegründer von RTV B92 und Präsident der Vereinigung unabhängiger elektronischer Medien ANEM aus Belgrad, Veton Surroi, Herausgeber der Tageszeitung Koha Ditore aus Kosovo, und Ivan Nikoltchev, Medien-Berater der Menschenrechtsdirektion des Europarates in Strassburg. Am Podium in Zürich vertrat zusätzlich Roland Salvisberg, Politische Abteilung IV, die Sicht des Eidg. Departements für Auswärtige Angelegenheiten EDA. Moderiert wurde die Diskussion von Bernhard Odehnal, Ausland-Redaktor bei der Weltwoche. Die geladenen Gäste befassten sich in ihren Input-Referaten mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Medienarbeit in der Region. Rund 70 Personen folgten interessiert den inhaltlich pointierten Beiträgen, die eine Bestandesaufnahme der Mediensituation und -unterstützung im ehemaligen Jugoslawien boten. In der anschliessenden Diskussion kam auch das Publikum zum Zug. In Bern bestritten die Gäste auf Einladung von Prof. Roger Blum ein Seminar mit Studierenden am Institut für Medienwissenschaften der Universität. Am Nachmittag lud das Kompetenzzentrum Friedensförderung KOFF zu einem Gespräch. Matic, Surroi und Nikoltchev diskutierten mit interessierten Fachleuten aktuelle Probleme der Medienunterstützung. Dem folgte ein Meinungsaustausch mit Vertretern verschiedener Bundesstellen. Langer Atem nötigGäste und DiskussionsteilnehmerInnen waren sich einig, dass Medien beim Aufbau demokratischer und rechtsstaatlicher Verhältnisse eine zentrale Rolle spielen. Auch die neuen Regierungen sind vor alten Verhaltensmustern gegenüber Medien nicht gefeit. Unabhängige Medien müssen ihre Funktion zur öffentlichen Kontrolle staatlichen und politischen Handelns wahrnehmen, damit die Gesellschaften lernen, mit sich selber und ihren Problemen umzugehen. Da Wirtschaft, politisches System und Gesellschaft in den Ländern Südosteuropas nach wie vor schwach sind, bleiben Medien in ihrer Arbeit für den gesellschaftlichen Wiederaufbau auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen.
Link: Kurzreferate der Diskussionsteilnehmer und Medienechosource: Medienhilfe
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