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Medienunterstützung
als Aspekt der Friedensförderung in Nachkriegs-Gesellschaften
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Die
Rolle der Medien bei der Stärkung von Demokratie und Menschenrechten
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‚Lessons
learned’ und neue Herausforderungen
Beiträge von
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Ivan Nikoltchev, Programm- beauftragter der
Medien-Einheit im
Directorate General of Human Rights des Europa-Rates
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Veran Matic, Präsident der Vereinigung unabhängiger
elektronischer Medien Serbiens ANEM
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Veton Surroi, Herausgeber der grössten Tageszeitung
‚Koha Ditore’ in Kosovo
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Roland Salvisberg Politische Abteilung IV des Eidg.
Departementes für Auswärtige Angelegenheiten EDA
moderiert durch Bernhard Odehnal,
Ausland-Korrespondent der Weltwoche.
Montag,
8. April 2002, in Zürich
19.30
Uhr Podiumsdiskussion mit Kurzreferaten
Ort: Helferei Grossmünster, Kirchgasse 13, 8001 Zürich
Dienstag, 9.
April 2002, in Bern
10 Uhr
Diskussion mit Studierenden am Institut für Medienwissenschaften der
Universität Bern in Zusammenarbeit mit Prof. Roger Blum.
Ort: Uni Tobler, Hörsaal (Nummer wird noch bekanntgegeben)
14 Uhr
Fachgespräch mit Medienschaffenden und VertreterInnen interessierter
Organisationen, durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum
Friedensförderung KOFF.
Ort: KOFF, Sonnenbergstrasse 17 in Bern
Alle Diskussionen werden englisch (ohne Übersetzung)
geführt.
Die einleitenden Referate werden deutsch als Text
vorliegen.
siehe zum zehnjährigen Bestehen der Medienhilfe
Ex-Jugoslawien auch das Interview,
das Detlev Bruggmann für die FriedensZeitung FriZ mit Nena Skopljajac und
Roland Brunner geführt hat:
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Vor
mehr als zehn Jahren begannen mit dem Einmarsch der jugoslawischen Armee
in Slowenien die Nachfolgekriege im ehemaligen Jugoslawien. Vorbereitet
und angeheizt wurden diese Kriege mittels regimekontrollierter Medien. Während
sich die Staatsmedien als Handlanger der Kriegsführung missbrauchen
liessen oder sich sogar willentlich dafür engagierten, boten einige
private, unabhängige Medien den nationalistischen Regimes Widerstand und
vermittelten Gegenöffentlichkeit, die schliesslich zur Abwahl oder zum
Sturz der Kriegsherren führte.
Nach
diesen politischen Umbrüchen der letzten zwei Jahre stehen die Medien vor
neuen Herausforderungen. Nicht mehr der Kampf für Meinungs- und
Medienfreiheit steht im Vordergrund, sondern ihre Rolle im
gesellschaftlichen Wiederaufbau, ihr Beitrag zur Demokratisierung und als
Forum zur Verarbeitung der Vergangenheit. Während die Staatsmedien den
Weg in die Unabhängigkeit noch kaum gefunden haben, sonder sich ihren
neuen Herren fügen, verpflichten sich unabhängige Medien dem „Service
public“, indem sie der Gesellschaft und den Politikern den Spiegel
vorhalten, den so viele gerne wegstecken möchten.
Die
Medienhilfe Ex-Jugoslawien setzt sich seit zehn Jahren für unabhängiges
und professionelles Medienschaffen ein. Seit 1992 konnte sie Dutzenden von
Zeitungen und Zeitschriften, Radio- und Fernseh- stationen in ihrem
Widerstand gegen Medienmanipulation und Pressezensur mit finanzieller
und ideeller Hilfe zur Seite stehen. Seit kurzem begleitet ein neu
gegründeter Beirat aus rund 50 Persön- lichkeiten aus der Schweiz und
dem Ausland die Arbeit der Medienhilfe.
Aus
Anlass des zehnjährigen Bestehens der sowie als offizielles
Gründungstreffen des Beirats führt die Medienhilfe Ex- Jugoslawien am
8./9. April verschiedene Veranstaltungen durch. Als Gäste eingeladen
sind:
Veran
Matic, Mitbegründer der legendären Radiostation B92 in Belgrad, und
Veton Surroi, Chefredaktor der Tageszeitung Koha Ditore in Prishtina,
haben sich wie kaum jemand sonst in den letzten zehn Jahren für
Demokratie und Meinungsfreiheit eingesetzt. Heute führen sie diesen
Kampf weiter – gegen die neuen Machthaber, aber immer noch im Namen der
Demokratie und der Menschenrechte.
Ivan
Nikoltchev kennt als Berater der Medien-Einheit im Directorate General of Human Rights des
Europa-Rates, die Rolle und Verantwortung dieser Medien aus seiner eigenen Arbeit bestens. Welche Erwartungen hat die internationale Politik
gegenüber diesen Medien – und welche Unterstützung ist sie bereit
ihnen dafür zu geben?
Roland
Salvisberg, als Mitarbeiter der Politischen Abteilung IV des Eidg.
Departementes für Auswärtige Angelegenheiten EDA verantwortlich für
Medienprojekte in Südosteuropa, weiss um die Bedeutung der Medien für
die Friedensförderung. Der Bund hat in den letzten Jahren mit
wesentlichen finanziellen Beiträgen bewiesen, wie ernst er hier seine
Aufgabe nimmt.
Die Veranstaltungen sind damit nicht nur ein Rückblick auf zehn Jahre Arbeit,
sondern auch ein Ausblick auf die neuen
Herausforderungen, vor die sich Medien in ihrem Beitrag zur Friedensförderung
gestellt sehen.
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