medienhilfe

Friedensförderung durch Brücken der Verständigung
Peace Building through Bridges of Communication

 

 

 

 Voix d’Europe

Hoffnung auf dem Balkan

Können die Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawien auf Frieden und Perspektiven für die Zukunft hoffen? Die Frage darf die Schweiz nicht gleichgültig lassen: fast 400 000 Menschen aus dieser Region leben bei uns. Dass daraus Schwierigkeiten erwachsen, ist bekannt. Doch diese Einwanderung bringt, entgegen den gängigen Vorurteilen, auch eine vielfältige und  wertvolle Bereicherung für unser Land.

Um das gegenseitige Verständnis zu fördern,  organisiert das Schweizer Komitee der Europäischen Kulturstiftung,  in Zusammenarbeit mit dem  Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), der Direktion für Zusammenarbeit und Entwicklung (DEZA), Pro Helvetia, der Stadt Zürich, Migros Kulturprozent und der Ringier AG, vom 17. bis 19. September 2004 ein Begegnungs-Wochenende in Zürich mit Intellektuellen und Medienschaffenden aus Ex-Jugoslawien.

Politische und wirtschaftliche Erwägungen allein werden auf dem Balkan noch keine Lösung bringen. Worte und Bilder gehören ebenso zur Versöhnung. So wie die Kultur mit einer extrem nationalistischen Ausrichtung zum Krieg beitragen kann, kann sie auch dem Frieden dienen.

Aus dieser Überlegung heraus wurden einige der bemerkenswertesten Persönlichkeiten des kulturellen Lebens auf dem Balkan nach Zürich eingeladen. Die Veranstaltung unter dem Motto „Voix d’Europe – Hoffnung im Balkan“ ist ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber dieser oft verkannten Bevölkerung. Es erlaubt, interessante Gäste kennen zu lernen, die uns ihre reichhaltige und lebendige Kultur näher bringen werden. Auf dem Programm stehen Filmvorführungen, Musikdarbietungen und Degustationen einer hervorragenden Küche.

Dieses Wochenende soll es den für diesen Anlass speziell angereisten Künstlern, Schriftstellern und Journalisten erlauben, unter sich und mit dem Schweizer Publikum die wohl brennendste Frage zu diskutieren: Gibt es Hoffnung für den Balkan?

Hören wir, was sie uns zu sagen haben!

Programm:

Freitag, 17. September 2004

16.00 Uhr: Fach- und Mediengespräch "Medien und Versöhnung im ehemaligen Jugoslawien" der medienhilfe

17.30 – 18.00 Uhr: Pressekonferenz

18.00 – 19.00 Uhr : Eröffnung der Tagung durch Bundesrätin Micheline Calmy-Rey und Vertreter von DEZA, Migros, Europäische Kulturstiftung, Stadt Zürich (ev.).  Filmvorführung.

19.00 – 19.45 Uhr: Vernissage der Ausstellung Corax/Chapatte und Apéro

19.45 – 20.30 Uhr: Konzert Interventionen mit sonemus/pre art

ca. 20.45 Uhr: Abendessen mit den geladenen Gästen

ab 21.00 Uhr: Kulturnacht mit Film und kulinarischen Spezialitäten

Samstag, 18. September 2004

Der Samstag Morgen ist den Gruppendiskussionen gewidmet, in denen Gäste aus Ex-Jugoslavien zusammen mit Schweizern und Vertretern anderer Ländern diskutieren. Am Nachmittag findet die grosse öffentliche Veranstaltung statt, an der, neben der Information über die Diskussionen des Morgens, fünf bis sechs Vorträge zu hören sind. Anschliessend findet eine Diskussion auf dem Podium statt, die später auch fürs Plenum geöffnet wird.

10.00 – 13.00 Uhr: interne Diskussionen nach Gruppen und Themen

Die Gruppendiskussionen:

  • Journalismus. Medienbrücken der Hoffnung. Diskussion zwischen Medienschaffenden aus dem ehemaligen Jugoslavien über Medienarbeit zwischen Kriegslast und Zukunftshoffnungen. Gäste: 8 Journalisten/Chefredaktoren aus Ex-Jugoslavien, ca. 10 Journalisten der Deutschschweiz.
    Partner: DEZA, Bern und
    medienhilfe, Zürich
    Abschlusserklärung der Arbeitsgruppe
     
  • Worte und Bilder zwischen Krieg und Frieden. Kann die Kultur einen Beitrag an die Versöhnung leisten? Die Bücher und Filme erzählen vom Krieg, Welche Bilder des Friedens geben sie? Wie kann ein balkanischer Kulturraum entstehen, der offen ist für den Austausch zwischen den Nachbarn? Treffen zwischen Autoren aus Ex-Jugoslavien und der Schweiz.
     
  • Migration. Wie erleben die Immigranten aus Ex-Jugoslavien ihr Leben in der Schweiz? Welche Verbindungen halten sie mit ihrem Ursprungsland aufrecht? Was sagen sie den Jungen, die am Ort geblieben sind und die ebenfalls davon träumen, dorthin zu gehen? Wie entsteht der Dialog mit den Schweizern?

14.30 – 17.30 Uhr: Vorträge unter anderem von Dubravka Ugresic, Migjen Kelmendi, Hanifa Kapidzic, Borka Pavicevic, Ivana Vujic, Daniel de Roulet.

ab 20 Uhr: Kulturnacht mit Film, Musik, Theater und kulinarischen Spezialitäten

Sonntag, 19. September 2004

11.00 Uhr: Film-Matinée und Schlussdiskussion

Veranstaltungsort: Theater an der Sihl, Gessnerallee 11, Zürich (siehe Plan)

Informationen:

Europäische Kulturstiftung – Schweizer Komitee
Postfach 9459, 8036 Zürich
Telefon: 01 242 28 84

Fax: 01 242 28 83
email:
info@eurocult.ch
www.eurocult.ch

 

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